Kunst mit Herz

Das Herz im Fokus künstlerischen Schaffens

Bahnhofstr. 30

Digitalis purpurea (I)
Ölgemälde von
Hiltrud van de Loo (2010)

Digitalis Purpurea - Standorte

Der Rote Fingerhut wird auf Kahlschlägen, an Lichtungen bei sonnigen und halbschattigen Standorten gefunden.

Er ist in Westeuropa beheimatet, ist bis zum Harz und Thüringer Wald verbreitet.

Digitalis Purpurea - Verwendung in der Kardiologie (I)

Der Rote Fingerhut ist ein Mittel gegen die Herzschwäche und wird seit dem 18. Jahrhundert medizinisch verwendet. Bereits im 12. Jahrhundert wird die äußere Anwendung der Blätter in einer walisischen Rezeptsammlung empfohlen.

Anfänglich wurde es verordnet gegen den "Bösen Blick", als Brechmittel, gegen Bronchitis und gegen die Schwindsucht.

Bahnhofstr. 30

Digitalis purpurea (II)
Ölgemälde von
Hiltrud van de Loo (2010)

Digitalis Purpurea - Blütenbiologie

Die Blütentrauben sind schräg abwärts gewandt. Kleinere Insekten werden durch senkrecht hochstehende Sperrhaare vom Eintritt ferngehalten. Diese können aber von Hummeln überwunden werden.

Beim Vorkriechen werden die Staubgefäße mit dem Rücken gestreift und hierauf entleert. Die Lebensdauer der Blüten liegt bei 6 Tagen. Sie enthalten Cyanin.

Digitalis Purpurea - Verwendung in der Kardiologie (II)

Der englische Arzt William Withering behandelte 1775 hiermit erfolgreich Ödeme (Wasseransammlungen) infolge Herzschwäche. Er beobachtete eine Anreicherung im Körper und Zunahme der Wirkung bei längerer Einnahme. Im Jahre 1785 veröffentlichte er hierüber die berühmte wissenschaftliche Abhandlung "An account of the Foxglove and its medical uses".

Erst nach 1850 fand Digitalis häufiger Eingang in die Therapie, und erst 1868 wurde der Wirkstoff von dem französischen Chemiker Nativelle isoliert. Auch heute noch werden die Wirkstoffe, die "Herzglykoside", zu einer Steigerung der Tätigkeit des geschwächten Herzmuskels und zur Senkung der Herzfrequenz und Rhythmusstabilisierung in der Kardiologie genutzt.

Bahnhofstr. 30

Herz auf Medizinflasche

Herz und Medizin

Das Herz ist in vielfältiger Weise durch Medizin und Medikamente zu beeinflussen.

Die Medizinflasche ist Sinnbild enger Verbindung von medikamentöser Therapie und Herz.

Herz und Medizin

Die Medizinflasche untersützt hier bildlich die Herzfunktion. Das Herz scheint leicht auf dem Verschluss zu balancieren.

Tatsächlich kann das Herz heute durch vielfältigste Medikamente beeinflusst werden: Zu nennen sind hier in erster Linie Medikamente gegen Herzschwäche, Blutdruckmittel, Rhythmusmittel, Medikamente gegen erhöhte Blutfette und weitere Risikofaktoren, Blutverdünnungsmittel und viele mehr. Oft sind Medikamente genauso wirksam wie operative Eingriffe.

Besonders in der Kardiologie gilt: "Dosis facit venenum" -
"Die Dosierung macht das Gift"

Bahnhofstr. 30

Herz mit Stethoskop

Herz und Stethoskop

Das Stethoskop ist auch heute noch in der Zeit der hochtechnisierten Kardiologie das Basisinstrument des erfahrenen Kardiologen.

Klappenfehler, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und viele Krankheiten sowie Informationen zu der Einheit von Herz und Lungen sind in kurzer Zeit zu erfassen.

Stethoskop - Geschichte und Anwendung

Das Stethoskopo wurde 1826 von Rehé Laennec in Frankreich entwickelt. Er verwendete zunächst eine Papierrolle als Hörrohr, entwickelte dann ein hölzernes Hörrohr. Wichtig hierbei war das trichterförmige Ende, aufzusetzen auf das zu untersuchende Körperteil.

Heute wird der Schall durch eine Membran verstärkt, die durch die akustischen Wellen in Schwingungen versetzt wird. Die aktuellen Stethoskope gehen auf die Forschungen der Bostoner Kardiologen Sprague und Rappaport in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück.

Matterhorn im Schnee

Matterhorn tief verschneit

 

Winterlandschaft mit Dorf am Fuße des Matterhorns

 

in einem Ölgemälde

von einer Bad Oeynhausener Künstlerin

 

Der scheinbare Kontrast

der nach allen Seiten kantig begrenzten Pyramide des Matterhorns

zu dem allseits weichen Mantel des Schnees

ist in diesem Gemälde eingefangen

in einer ungewöhnlichen Farbkomposition.