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Herzrhythmusstörungen
 
 

Bitte beachten Sie: 
Diese Ratschläge gelten keinesfalls als endgültige Medikation. Sie sollen für Sie außer allgemeiner Information nur einen Anhaltspunkt bieten, wann Sie sich spätestens an Ihren Hausarzt bzw. Kardiologen wenden sollten!

Was tun bei Herzrasen?
28.09.2001

Seit dem 08. Juli 1999 leide ich unter sporadisch wiederkehrendem Herzrasen, öfterem Herzstolpern zwischendurch, dies aber oft bei höheren Temperaturen oder im Zustand einer Unausgeschlafenheit. Vor einem Jahr untersuchte man mich auf kardiologischer Basis recht gründlich, inklusive der Einführung eines Herzkatheters und stellte dabei KEINE organischen Herzerkrankungen fest. Dem öfters stattfindenden Herzstolpern und dem seltener auftretenden Herzrasen geht meist eine kurze Atemnot oder/und Übelkeit voraus. Weder der Kardiologe noch mein Hausarzt konnten mir sagen, wie ich diesen Symptomen in Zukunft begegnen kann, insbesondere durch eine entsprechende Prophylaxe. Was können Sie mir raten? Oft liege ich nach solchen Anfällen anschließend ganztägig nur noch im Bett.

Der Cardiologe: 
 

In Ihrem Fall würde ich, falls Herzkrankheiten ausgeschlossen sind, ein zunächst niedrig dosiertes, dann ganz allmählich gesteigertes Trainingsprogramm empfehlen. Üben Sie eine Sportart Ihrer Vorliebe aus, häufig lassen sich solche oft auch vegetativen Beschwerden hierdurch lindern oder beheben.

Verzweifelt wegen Rhythmusstörungen
28.09.2001

Ich bin froh ihre Seite gefunden zu haben. Mein Problem kurz beschrieben. Bin 21 Jahre, hatte zum ersten mal 1997 Herzbeschwerden, Herzrasen, Stechen. Bekam vom Hausarzt ganz schwachen Betablocker verschrieben, wurde besser. Doch nach ein paar Wochen spürte ich komische Schläge am hals und im Kopf und fühlte mein Herz, wobei ich stolpern feststellte. Naja, also bin ich zum ersten Internisten. Der sagte, es wäre nichts organisches, ich solle " cooler" sein und ein wenig Betablocker nehmen. der zweite Internist sagte, dasselbe. Der dritte sagte dann, ich muss das nicht haben und verschrieb mir Rytmonorma und tatsächlich verschwanden die Stolperer. Ich nahm also sehr lange Rytmonorma, sicher 2 Jahre! fast täglich! Mein neuer Hausarzt nach meinem Umzug sagte mir, ich solle die nie mehr nehmen, weil die Nebenwirkungen zu schwerwiegend sein können. Und mir kam auch vor,  dass ich mit den Rytmonorma oft einen viel zu schnellen Puls hatte, dafür kaum oder gar keine Extrasystolen, es handelt sich bei mir um ventrikuläre Extrasystolen. Jetzt nehme ich also seit Sommer 2001 wieder Betablocker (Atenolol 50 mg pro tag). War also bei 4 Internisten, weiß
dass ich organisch gesund bin, rauche nicht, trinke nicht, bin 182 und wiege 73 kg. Trotzdem habe ich mit den Betablockern immer noch Herzstolpern, in allen möglichen Situationen aber vor allem bei körperlicher Belastung, wo oft ein paar Stufen genügen. Ich bin verzweifelt.
Nun mein fragen:
1 Würden sie eher Betablocker oder rytmonorma empfehlen? oder ganz etwas anderes medikamentöses?
2 Was sagen sie zu einer Ablation bei meinem fall, wie hoch liegen die Erfolgschancen, kann es wirklich sein, dass man nach der Operation einen Schrittmacher braucht, oder welche Risiken gäbe es noch? Wenn ich dadurch geheilt werde, würde ich es sofort machen.
3 Von was kommen meine Herzstolperer, kein Arzt konnte mir das sagen, oder von was können sie kommen.
4 Ich spüre bei den Stolperern oft meinen puls im Kopf und habe Angst, dass es mir eine Ader im Gehirn zerfetzt und ich eine Hirnblutung erleide. Ist meine Angst berechtigt oder nicht. Meine Internistin behauptet, es wäre kein Grund zur Sorge vorhanden und ich solle mein Leben normal führen, Sport treiben wie ich will.
Ich möchte betonen dass ich keine Angststörung habe oder nervöser Mensch bin, oder Panikattacken habe, nein ich liebe das leben und nehme das alles gelassen außer wenn ich diese Herzstolperer bekomme werde ich nervös und es ist nicht so, dass ich vorher nervös bin und dann die Stolperer bekomme. Ich führe zwar ein normales leben aber ich kann einfach nichts mehr genießen, weil ich schon weiß, dass ich jeden tag damit leben muss. Ich hoffe, sie können mir ein wenig weiterhelfe.

Der Cardiologe: 
 

Zur definitiven Behandlung erscheint mir zunächst eine grundlegende Untersuchung beim niedergelassenen Kardiologen mit Herzecho, Belastungs-EKG und Langzeit-EKG erforderlich. Erst dann, ggf. nach mehrfachen LZ-EKGs, ist eine Einschätzung der Behandlungsbedürftigkeit und einer evtl. zugrunde liegenden Herzerkrankung möglich. Ziel ist es, Ihnen ein normales Leben und eine normale Belastbarkeit zu attestieren, falls die Rhythmusstörungen nicht gefährlich sind. Eine Therapie ist bei ungefährlichen Rhythmusstörungen nur selten wirklich erforderlich, nämlich nur bei ansonsten unerträglichen subjektiven Beschwerden.

Rhythmusstörungen beim Kind
28.09.2001

Wir haben eine Frage, unsere Tochter (14 Jahre) leidet seit 4 Jahren unter Herzrhythmusstörungen. Diese treten anfallartig auf und zwar in zeitlich großen Abständen. In so einer Situation schnellt der Puls auf 180 und höher, dies geschieht auch aus der Ruhe heraus. In solchen Situationen bleibt uns nur der Weg in die Herzklinik. Seit 3 Jahren nimmt sie das Medikament "Sotalex mite 80", und zwar 2 Tabletten am Tag. Man empfiehlt uns eine Herzkatheteruntersuchung machen zu lassen, bei der sollte die dünne Stelle in der Herzwand lokalisiert werden und gleichzeitig mit einem Laser vernarbt werden Und nun zu unserer Frage, wir haben die Befürchtung, dass sich durch das Wachstum um die Narbe erneut dünne Stellen bilden könnten. Was bedeuten würde, dass sich die Situation erheblich verschlechtern würde. Zum anderen haben wir die Befürchtung, dass durch die lange Einnahme des Medikamentes sich aber negative Folgen für ihre körperliche Entwicklung ergeben könnten. Des weiteren ist die Situation so, dass sie keinen Ausdauersport treiben kann, was für ihre gesamte Entwicklung auch von Nachteil ist. Diese 3 Faktoren gegeneinander abzuwiegen, ist unser Problem, wir wären Ihnen sehr dankbar wenn Sie uns einen Rat geben könnten.

Der Cardiologe: 
 

Mir scheint Ihre Diagnose noch nicht klar zu sein. Bevor invasive Eingriffe - ob diagnostisch oder therapeutisch - in Frage kommen, muss durch Langzeit-EKG, besser noch durch ein 12-Kanal-EKG (wegen der genaueren Diagnostik und Lokalisation von Rhythmusstörungen) geklärt sein, was vorliegt. Also - zunächst im LZ-EKG (auch 3 - 5 x machen lassen falls nötig) oder ggf. im Event-Rekorder (tragbares kleines LZ-EKG, kann man für etliche Tage bis Wochen ausleihen), um dann auf Knopfdruck ein Anfalls-EKG aufzuzeichnen. Die Behandlungen sind zu unterschiedlich, als dass man darauf verzichten könnte!

Extrasystolen
28.09.2001

Ich habe eine Frage zum Erscheinungsbild von Extrasystolen. Vorab einige Informationen zu meiner Person:
Ich bin männlich, 25 Jahre alt, 194 cm groß wiege 83 kg, treibe umständehalber (sitzende Tätigkeit) nur mäßig Sport, rauche nicht aber trinke ganz gerne hin und wieder ein Glas Wein/Bier oder auch mehr. Ich hab Asthma bronchiale seit meiner Kindheit bin aber seit einigen Jahren mit Pulmicort 400 ug 1 x pro Tag perfekt eingestellt. Aufgrund des vielen Sitzens vor dem PC habe ich starke Verspannungen im Bereich der HWS, BWS und der Schultern. Mein Blutdruck ist laut meines Arztes normal und mein Ruhepuls liegt zwischen 60 und 68 Schlägen, je nach Tagesform.

Schon seit längerer Zeit verspüre ich hin und wieder starke Schläge am Herz bzw. im Brustkorb. Sie treten wenn,1-2 Mal pro Tag auf, aber nicht jeden Tag, teilw. auch viele Tage gar nicht und dann wieder aus heiterem Himmel. Der starke Schlag fühlt sich an, als ob mein Herz 2-3 Schläge auf einmal (also nicht hintereinander) machen würde, eine längere Pause danach im Sinne eines Stolperns ist allerdings eher die Ausnahme, d.h. es schlägt danach ganz normal weiter (nur etwas schneller, da mich das immer gehörig erschreckt). Der starke Schlag verursacht keine Schmerzen, er ist lediglich äußerst unangenehm. 2-3 EKG (Ruhe) in den letzten Jahren und die Nachfrage bei meinem Internisten ergaben keinen Befund; er sagt, das sei ein harmloses Stolpern. Diese Doppelschläge traten bisher fast nur in Ruhe auf; bei Belastung (Radfahren) bisher erst einmal. In letzter Zeit bemerke ich es allerdings häufiger nach(!) muskulärer Belastung im Oberkörper (z.B. Heben einer Sprudelkiste). Ich kann es allerdings auch damit nicht provozieren.

Meine 1. Frage: Können (harmlose) Extrasystolen auch das von mir beschriebene Erscheinungsbild haben (also eine Art Doppelschlag und kein Stolpern im eigentlichen Sinne) oder sehen sie andere Ursachen (ev. meine Verspannungen, wobei ich eher das Gefühl habe, dass die Schläge vom Herzen kommen)?

Ein 2. Phänomen beobachte ich seit ca. 10 Tagen. Es tritt nur nachts während der einzelnen Schlafphasen auf, d.h. ich schlafe normal ein und nach ca. 2-3 Stunden komme ich nach Tiefschlaf und REM in eine Art Halbschlaf. In diesem  halbwachen Zustand bemerke ich ein ganz anderes seltsames Erscheinungsbild an meinem Herzen: wenn man davon ausgeht, dass sich das Herz beim normalen Schlag kurz zusammenzieht und gleich darauf wieder entspannt, so fühle ich, dass es sich zusammenzieht und zusammengezogen bleibt, bis es sich kurz vor
dem nächsten Schlag wieder entspannt, der Schlagrhythmus ist sozusagen verdreht. Auch hier ist in der Regel nur dieses beunruhigende Gefühl vorhanden, dass sich u.U. mehrmals wiederholt, teilw. auch nicht. Auf den Puls habe ich keine Auswirkung festgestellt (von einer Ausnahme abgesehen), d.h. das Herz schlägt weiter regelmäßig. Ich werde dann richtig wach, drehe mich um, mache mir ein paar Gedanken und schlafe dann wieder ein...2-3 Stunden später nach dem nächsten Schlafzyklus wiederholt sich das Spiel.Das Phänomen tritt nur nachts im Schlaf auf, sonst nicht, auch nicht abends, wenn ich mich längere Zeit vor dem Fernseher hingelegt habe. Schmerzen werden auch durch dieses Phänomen nicht verursacht, es ist lediglich unangenehm. In den letzten 10 Tagen war es allerdings von einer Nacht abgesehen jede Nacht zu spüren... mal häufiger, mal weniger häufig.

Meine 2. Frage: Kann man auch dieses Phänomen als (harmlose) Extrasystole bezeichnen, oder sehen sie andere mögliche Ursachen?

Der Cardiologe: 
 

Ihre Beschwerden können durch die bekannte Extrasystolie erklärt werden, die Reaktion auf und das Empfinden bei Extrasystolen ist individuell höchst unterschiedlich. Wenn durch eine kardiologische Untersuchung eine zugrunde liegende Herzerkrankung ausgeschlossen wurde (Herzecho, Belastungs-EKG, LZ-EKG als Basis) sollten Sie diese Beschwerden ruhig vergessen. Manchmal lässt sich diese vegetative Empfindlichkeit durch körperliches Training (niedrig dosiert, ansteigend) bessern.

Extrasystolie
28.09.2001

Zu meiner Person, ich bin männlich, 38 Jahre.
Ich leide sehr stark seit 4 Jahren unter Herzrhythmusstörungen  (ventr./supraverntr. Extrasystolen). Diese treten plötzlich ohne erkennbaren  Grund auf, halten 4 Wochen an und verschwinden wieder für 2-3 Monate. In dieser  Zeit belastet mich dieser unrythmische Herzschlag sehr stark (Messung bis zu  30.000 Stck/ 24 Stunden, also jeder 3-4 Schlag). Keine org. Ursache erkennbar. Unter Belastung Normalisierung. Auch mein Blutdruck schwankt stark, oft wenn keine Rhythmusstörungen vorliegen (normal 110/70-135/90, erhöht kurzzeitig über ein paar Stunden 160/120. Puls um die 80.
Ich nehme Sotalol regelmäßig, aber angepasst nach den Beschwerden (Minimum 2x40 mg, bis höchsten 3x80 mg). Hilft nur beschränkt. Können Sie mir erklären solche Unregelmäßigkeiten herkommen und was ich tun kann, dass sie wieder verschwinden. Welche therap. Möglichkeiten könnten noch in Frage kommen? Mein Kardiologe kann mir nicht weiterhelfen. Kann es auch durch Weißheitszähne evtl. als Störfeld im Körper zu solchen Erscheinungen kommen (Idee meines Hausarztes). Es liegen keine Probleme derweit vor. Alle anderen untersuchbaren Werte im Normbereich. Evtl. psychisch?

Der Cardiologe: 
 

Es gibt etliche Menschen, die so viele einzelne ventrikuläre Rhythmusstörungen haben wie Sie. Wenn höhergradige und lebensbedrohliche Arrhythmien ausgeschlossen sind, ist hier keine Therapie erforderlich, ein Betablocker kann zur Abschwächung der Symptomatik sinnvoll sein und auch schnellere Arrhythmien verhindern. Häufig sind diese Arrhythmien Folge und Residuum nach stattgehabter regionaler Herzentzündung. Die Rhythmusstörungen bleiben in der Regel für viele Jahre, richten aber typischerweise keinen Schaden an. Sie sollten sich nicht in die Hände der Paramedizin begeben, auch hierdurch wird sich die Grundsituation nicht ändern.

Vorhofflimmern - gleich veröden?
06.09.2001

Ich komme eben vom Kardiologen und habe etwas den Eindruck, daß er ein großer OP-Fan ist. Ich bin das aber nicht und hoffe deshalb auf ein paar Tipps...

Also, ich (w,22,65 kg, NR) habe fünf Jahre lang Leistungssport gemacht
(Kurzsprint) und vor ca. fünf Monaten damit aufgehört. Früher (seit ca. vier
Jahren) hatte ich manchmal in Ruhepositionen im Training, in denen ich mich anspannte (Startblock...), Anfälle von Herzrasen (Vorhofflimmern, vermute ich). Nach drei Minuten liegen war das wieder gut. Belastete ich mich mit dem rasenden Herzen, wurde mir schwindlig und fast schwarz vor Augen (wen wundert's). Als ich jetzt mit dem Leistungssport aufhörte (und leider nicht ordentlich abtrainierte) bekam ich immer häufiger (mittlerweile ca. alle acht Tage mal) Herzrasen aus einem Stolpern heraus. Meist tritt das ganze zuverlässig ca. vierzig Minuten nach dem Ende einer intensiven Belastung auf (Puls so ab 180 in der Belastung). Allerdings nur, wenn ich nach der Belastung in Ruhe bleibe (liegen, manchmal auch sitzen) - trainiere ich morgens und gehe dann z.B. in die Uni habe ich zwar Herzstolpern, aber kein rasendes Herz. Wenn ich länger als ca. drei Tage keinen Sport mache, treten ebenfalls Anfälle von Herzrasen auf. Diese können von 10'' bis zu 15' dauern, ganz verschieden. Dazwischen ist immer eine kleine Pause, dann geht es manchmal wieder los, manchmal auch nicht. Die längste Phase war eine ganze Nacht, in der ich immer wieder Vorhofflimmern (vermutlich) hatte. Manchmal kann ich das ganze abstellen, indem ich mir die Halsschlagader abdrücke. Leider nur manchmal... Ich bin gut bis sehr gut belastbar, solange ich kein Herzrasen habe - genau meinem Trainingszustand entsprechend (ich trainiere momentan ca. drei mal die Woche).

Da ich früher bei Sportmedizinischen Checks schon immer Rechtsschenkelblocks im EKG hatte (die aber vor ca. einem Jahr nicht mehr nachweisbar waren), wurde ich regelmäßig untersucht - immer ohne Befund. Auch die Schilddrüse ist es nicht.

Heute war ich also beim Kardiologen, der hat mir jetzt ein 24h-EKG umgehängt und meint, ich sollte einen Anfall provozieren, um die Tachykardie mal sehen zu können. Scheint mir ja ganz vernünftig, nur er meint, fast immer sei die Ursache ein "Kurzschluss" am Herzen, der dann in einem Katheter-Eingriff behoben werden müsste (er nennt es "veröden"). Erfolgsquote angeblich 90 Prozent, sonst eben zweiter Eingriff nötig, medikamentöse Behandlung ist nicht möglich...

Was halten Sie davon? Gibt es keine anderen Möglichkeiten als eine OP um das Herzrasen in den Griff zu bekommen??

Über Tips und Ratschläge würde ich mich sehr freuen (ich will mich endlich belasten,verdammt ;) ).

Der Cardiologe: 
 

Mir scheint Ihre Diagnose noch nicht klar zu sein. Bevor invasive Eingriffe - ob diagnostisch oder therapeutisch - in Frage kommen, muss durch Langzeit-EKG, besser noch durch ein 12-Kanal-EKG (wegen der genaueren Diagnostik und Lokalisation von Rhythmusstörungen) geklärt sein, was vorliegt. Also - zunächst im LZ-EKG (auch 3 - 5x machen lassen falls nötig) oder ggf. im Event-Rekorder (tragbares kleines LZ-EKG, kann man für etliche Tage bis Wochen ausleihen um dann auf Knopfdruck ein Anfalls-EKG aufzuzeichnen) das Ereignis aufzeichnen. Die Behandlungen sind zu unterschiedlich, als dass man darauf verzichten könnte !

Vorhofflimmern 
01.06.2001

Ich bin 33 Jahre alt (männl. 1,80m / 81kg) und leide seit 9 Jahren an Intermittierendes Vorhofflimmern (lown-atrial-Fibrillation). Aufgrund dieser Aussage erkennen Sie das ich mich unter kardiologischer Behandlung befinde, die ich einmal im Jahr wiederholen lasse. Mein Krankheitsbild sieht so aus, das ich ursprünglich alle 4 Wochen, mittlerweile alle 1-2 Wochen für ca. 12-20 Stunden anhaltendes Vorhofflimmern erleide. Ohne jegliche Hilfe geht das Vorhofflimmern innerhalb der genannten Zeit wieder in seinen normalen Rhythmus über. Bis jetzt immer wie das Amen in der Kirche. Mein körperlicher Zustand in dieser Situation ist recht gut und wird lediglich von einem leichten Unwohlsein begleitet. Mein Kardiologe diagnostizierte keinen Anhalt für relevante kardiale Grunderkrankung und eine gute systolische linksventrikuläre Ruhefunktion. Medikamente nehme ich nach Bedarf bzw. als Test auch schon mal ein Jahr lang täglich (Sotalex/Sotalol). Unterbinden oder vorbeugen können diese Medikamente es nicht, sie können es nur in dem Moment des Vorhofflimmerns erträglicher machen. Die Auslöser für das Vorhofflimmern sind verschieden. Stress, zu wenig Schlaf, Alkohol, Belastung in Kombination mit Stress... . Die Psychologische Belastung über dieses Leiden ist sehr hoch für mich. Mein gesamtes Leben und Gedanken richteten sich nach diesem Leiden aus. Gibt es irgendwelche Methoden oder Operationen um diese Art des Vorhofflimmerns zu unterbinden? Muss ich mit einer weiteren Zunahme der Aktionen rechnen? Was erwartet mich noch? 
 

Der Cardiologe: 
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Da eine organische Grunderkrankung bei Ihnen bereits ausgeschlossen ist, sind Sie durch das Vorhofflimmern nicht nennenswert gefährdet. Eine Aussage über den weiteren Verlauf kann man leider nicht machen.   Zur Zeit gibt es keine verlässliche Methode gegen diese Störungen, am ehesten käme bei einer Zunahme der Häufigkeit der Attacken eine medikamentöse Therapie mit anderen Antiarrhythmika als dem von Ihnen erwähnten Sotalol in Frage. Da alle Methoden zur Zeit  keine ausreichende Verhinderung erneuter Attacken garantieren können, wäre es um so wichtiger, die auslösenden Situationen weitgehend zu meiden: möglichst wenig Alkohol, Methoden der Stressbewältigung, regelmäßiger Sport, evtl. zusätzliche Magnesiumgabe.

Lown IV
01.06.2001

Guten Tag, ich bin an der Definition für Lawn IV interessiert.

Der Cardiologe: 

Die Einteilung der Herzrhythmusstörungen nach Lown (Stadium I bis IV) zielt auf die Schwere der Arrhythmie und Prognoseverschlechterung hierdurch. Arrhythmien nach Lown IV (a oder b) sind nach damaligen Vorstellungen hochgradige und "gefährliche" Arrhythmien, d.h. Couplets und Triplets sowie ventrikuläre Tachykardien.

Man weiß aber inzwischen, daß die Prognose durch die zugrundeliegende Herzkrankheit und nicht nur durch die Arrhythmie-Morphologie bestimmt wird. Ganz entscheidend ist die Funktion der Herzkammern auch für die Prognose bei Arrhythmie, so daß die Einteilung nach Lown heute keine praktische Relevanz mehr hat.

Leider haben die Rhythmologen bislang keine praktikable und allgemein akzeptierte, am kardialen Risiko orientierte Arrhythmie- Einteilung gefunden. Allgemeine Übereinstimmung besteht eigentlich derzeit nur darin, daß Patienten mit Kammerflimmern auch weiterhin gefährdet sind und effektiv antiarrhythmisch behandelt werden müssen, dies mit implantierbarem Defibrillator (AICD) oder medikamentöser Rhythmustherapie. Ansonsten ist sehr vieles (um nicht zu sagen alles) derzeit offen...
 

Trommelwirbel
28.02.2001

Folgende Situation: Angefangen hat alles vor ca. 4 Jahren im Urlaub. Mir wurde plötzlich schlecht,  leichter Schwindel und Kurzatmigkeit. Dieses hielt ca. einen Tag an. Da am folgenden Tag alles wieder in Ordnung war habe ich der Sache keine große  weitere Aufmerksamkeit geschenkt. In den folgenden Jahre hatte ich aber ab und zu einen zu schnellen Puls. In Ruhephasen lag er so bei ca. 92 - 95. Hinzu kam noch leichter Schwindel und so ein Gefühl als ob mein Kopf in einer Käseglocke steckte. Was mir aber am meisten Sorgen machte war dieses: In Ruhephasen habe ich manchmal das Gefühl, als ob in mir ein kleiner Trommelwirbel gespielt wird. Ich kann dieses Gefühl nicht lokalisieren. Ich würde eher sagen,  dass diese "Trommelwirbel" mehr in der Magengegend wären, bin mir aber nicht ganz sicher. In einigen seltenen Fällen habe ich im linken Arm leichte Schmerzen. Diese Schmerzen sind aber nicht diffus, d.h. ich kann die Schmerzen genau lokalisieren - oft Unterarm oder Bizeps. Die Schmerzen treten aber auch im rechten Arm auf. Hinzu kommt noch ab und zu eine innere Unruhe. Bei Belastung habe ich keine Beschwerden, ganz im Gegenteil - da geht es mir richtig gut. Treppensteigen ist kein Problem. Mit diesen Beschwerden bin ich zum Arzt gegangen, der aber nichts feststellen konnte. Blut und EKG sind OK. Allerdings habe ich sobald ich bei einem Arzt bin einen sehr hohen Puls. Daran kann ich  leider nichts ändern. Trotzdem ich das dem Arzt erklärt habe hat er mir als Dauerdiagnose Tachycardie gegeben und mit Betablockern nach Hause geschickt. Zum meiner Person: 37 Jahre alt, kein Alkohol. Beruf: Informatiker, sitzende Tätigkeit Tagsüber unregelmäßiges Essen, früher viel Kaffee und Zigaretten (ca. 30 am Tag) Heute trinke ich keinen Kaffee mehr nur noch Früchtetee und rauche ca. 15 Zigaretten. Habe kaum Bewegung. Blutdruck niedrig bis normal, kein Übergewicht. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir diese Fragen beantworten könnten: Frage: Was haben diese "Trommelwirbel" zu bedeuten? Frage: Was ist Tachicardie?

Der Cardiologe: 
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Aufgrund der Beschwerdeschilderung dürften die Beschwerden wohl nichts mit dem Herzen zu tun haben, es scheint eher so, als ob die im Urlaub erlittene Attacke sich in Ihrem Kopf verankert hat und Ihnen immer wieder Probleme bereitet. Aus kardiologischer Sicht sollte eine organische Ursache ausgeschlossen werden, insbesondere auch ein Bluthochdruck und eine Schilddrüsenfunktionsstörung, ich würde also EKG, Belastungs- und LZ-EKG sowie eine Blutabnahme empfehlen.  Sollte das alles in Ordnung sein, würde ich Ihnen eine psychologische Beratung empfehlen. Die "Trommelwirbel" können durchaus stressbedingt sein; Tachycardie steht nur einen schnellen Puls.

Hyperkinetisches Herzsyndrom
28.02.2001

Bei mir wurde ein hyperkinetisches Herzsyndrom festgestellt. Ich bin 25. Da mein Ruhepuls regelmäßig über 100 lag, auch im Ruhezustand ging ich zu meinem Hausarzt. Die Herzfrequenz beim Ruhe-EKG lag bei 125. Beim 24H-EKG waren Werte von 88 bis 144 dabei. Ein paar EKG-Aufzeichnungen waren bedenklich. Beim Belastungs-EKG ging zwar mein Puls viel zu schnell in die Höhe, aber mein Blutdruck wurde trotzdem niedriger. Er lag bei 100 Watt Leistung bei 100/55. Jetzt soll ich zur Echokardiografie. Außerdem bekomme ich jetzt ß-Blocker Metoprolol. Eine Schilddrüsenerkrankung wurde ausgeschlossen. Was für Ursachen oder Krankheiten können dahinterstecken???

Der Cardiologe: 
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Wenn bei Ihnen eine Schilddrüsenfunktionsstörung bereits ausgeschlossen wurde, sollte auch durch eine Echokardiographie eine organische Herzveränderung ausgeschlossen werden, außerdem wäre noch eine Anämie auszuschließen. Ist dies alles geschehen, so gibt es keine spezielle Ursache für das hyperkinetische Herzsandrom. In diesen Fällen ist zu raten, evtl. nur gering dosiert, einen Betablocker einzunehmen, um darunter dann eine regelmäßige sportliche Betätigung anzufangen, um damit die Problematik zu bessern.

Herzrasen nach Lungenentzündung
15.02.2001

Vor etwa 2 Monaten litt ich wahrscheinlich an einer Lungenentzündung. Dies  vermutete mein Arzt aber erst im nachhinein, nachdem das Fieber erst nach  dreiwöchiger Behandlung mit Antibiotika verschwunden war.  Ein Kardiologe machte gegen Ende der Krankheit noch eine Röntgenaufnahme der  Lunge und sprach dann aber nur noch von einer Bronchitis. Nun habe ich seitdem das Gefühl unter Herzrasen zu leiden. Beim Treppensteigen  z.B. merke ich, dass ich schneller "außer Puste" bin als früher. Ansonsten  habe ich nur noch ein bisschen Schnupfen und etwas Husten. Daraufhin schaute ich mich ein wenig im Internet um und erfuhr, dass man von  zu hoher Einnahme Antibiotika oder auch als Folgeerscheinung einer anderen  Krankheit eine Herzmuskelentzündung davontragen kann. Meine Frage ist nun, was  Sie davon halten? Andere Symptome wie z.B. Schwindel oder Fieber liegen bei  mir nun nicht mehr vor. Bin übrigens noch recht jung mit 22 Jahren (vielleicht  ist das ja wichtig?!).

Der Cardiologe: 
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Nach der Lungenentzündung  bei einem Infekt besteht immer die Möglichkeit einer Herzbeteilung, das könnte  sich dann in Herzrasen und Luftnot bei Belastung äußern; aber es muss halt nicht  unbedingt eine Herzbeteiligung vorliegen, insbesondere dann nicht, wenn das  Röntgenbild keine Besonderheiten in dieser Hinsicht zeigt.  Das einfachste wird sein, eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und evtl.  auch ein LZ-EKG durchzuführen, dann braucht man nicht weiter zu spekulieren, ist  es oder ist es nicht, zumal im positiven Falle ja auch Konsequenzen daraus  entstehen würden. 

Herzrhythmusstörungen und Herzbeutelentzündung
15.02.2001

Ich möchte gerne eine Frage stellen, in Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen und dem Candida-Pilz: Ich hatte Osteomyelitis und bekam daher sehr viel Antibiotika. In diesem Jahr bekam ich innerhalb 6 Monaten dreimal einen großen Pericarderguss, sowie Herzbeutelentzündung und Rhythmusstörungen, zeitgleich mit Schmerzen in der Speicheldrüse (genauer: unter der Zunge). Es konnte keine Virusinfektion gefunden werden, auch die Diagnose Sjögren-Syndrom oder Rheuma schloss man später aus. Kann der Candida-Pilz, der auch in der Herzwand sein kann, der Auslöser sein? Wie stellt man dort einen Befall fest? Welcher Arzt tut dies?

Der Cardiologe: 
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Dr. Roland Klaer, Kardiologe aus Köln und Vorstand des BNK Nordrhein, beantwortet

Es gibt verschiedene Möglichkeiten durch Blutuntersuchungen festzustellen oder zumindest wahrscheinlich zu machen, ob eine Infektion mit einem Pilz wie Candida tatsächlich als Allgemeininfektion des Organismus besteht oder nicht. Mit Sicherheit festzulegen, ob eine Herzrhythmusstörung möglicherweise damit im Zusammenhang steht oder nicht, ist eine sehr schwierige Sache und kann in aller Regel nicht mit 100 %iger Wahrscheinlichkeit beantwortet werden. Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an einen Kardiologen Ihres Vertrauens.

Überreaktion auf Herzryhthmusstörungen
15.02.2001

Ich bin 33 Jahre alt (männlich). Im Januar 2000 wachte ich morgens mit einem  Vorhofflimmern auf. Ich konnte die Situation nicht erkennen, zumal ich körperlich keine ernsten  Erkrankungen bisher kannte. Einen Tag darauf wurde es mir "unheimlich" und ging zu meinem Hausarzt. Er  machte ein EKG und schickte mich sofort zu einem Kardiologen. Dieser Kardiologe machte auch ein EKG und  ein Ultraschall. Das Ergebnis: keine Physiologische Erkrankung des Herzens Erkennbar. Als Medikament bekam  ich sofort Novodigal und Veragamma 250 . Nach einigen Stunden war der Herzrhythmus wieder hergestellt. Soweit alles  gut. Seit diesem Erlebnis ist leider nichts mehr so wie es war, bzw. meine  Lebensqualität hat gut um 50% abgenommen. Verantwortlich sind folgende Symptome die ich seit dem Ereignis mehr oder  weniger habe: - Ich habe das Gefühl "nur noch aus Puls" zu bestehen. Der Puls ist jederzeit  "innerlich" present auch ohne Pulsmessung durch ein Gerät o.ä. - Zeitweises Herzrasen bis Puls 150 in Ruhezustand, wobei ich mich mich immer  schlaffer fühle je schneller der Puls ist. - Angstzustände "Es passiert gleich was" und starke innere Unruhe  (Einschlafstörung). - Zeitweises starkes Schwindelgefühl (man steht total neben sich) - Was jetzt (nach ca. 10 Monaten) neu dazugekommen ist, habe ich noch nie  irgendwo gehört, ich versuche es mal zu erklären: Sobald ich eingeschlafen bin  und abrupt aufwache, fängt mein gesamter Körper an zu zittern mit einer  Frequenz von ca. 3-5 Hz und lässt nach ca. 2-3 Minuten nach. Dieses Phänomen  tritt auch auf wenn ich nur sehr kurz eingenickt bin, und dann aufwache. Also insgesamt alles sehr bedrückend und unverständlich für mich. Es wäre  unglaublich nett und hilfsbereit von Ihnen, mir eine kurze Diagnose zukommen  zu lassen, bzw diesen Text zu veröffentlichen.

Der Cardiologe: 
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. M. Kuklinski, Aalen, beantwortet

Ihre Beschwerden sind aus der Ferne nicht näher einzuordnen; von einer  Überreaktion auf die einmaligen Herzryhthmusstörungen über Nebenwirkungen der  Medikamente bis hin zu erneuten Rhythmusstörungen ist alles möglich. Sie sollten die Probleme vor Ort mit Ihrem Kardiologen besprechen, der über die  Notwendigkeit weiterer Untersuchungen entscheiden wird. 

Extrasystolen bei Gesunden 
15.02.2001

Vor ca. 4 Wochen traten bei mir (weibl. 39 J.) zum ersten Mal  Rhythmusstörungen auf. Da ich diese Beschwerden zunächst nicht einordnen  konnte, bin ich zu meiner Hausärztin gegangen, die sämtliche Untersuchungen  durchgeführt hat (Blutwerte, Schilddrüse), weiter zum Internisten (EKG,  Langzeit- und Belastungs-EKG sowie Sonografie). Sämtliche Befunde waren  unscheinbar und unbedenklich, Blutwerte, Schilddrüse gut. Durch das  Langzeit-EKG wurde herausgefunden, dass die Extrasystolen hauptsächlich nach  dem Essen und in Ruhephasen auftreten (mein Puls i.d.R. 80-100/min.).  Sobald ich abgelenkt bin oder mich sportlich betätige (über Sommer/Herbst  mind. 1/2 h joggen täglich, jetzt aus Angst eingestellt), spüre ich die  Extrasystolen kaum. Nach ca. 1 Woche kürzertreten (auch im Job)  verschwanden die Störungen fast ganz, ab und zu traten sie noch nach dem  Essen oder vor dem Einschlafen auf. Nachdem mir meine Ärzte versichert  hatten, dass diese Störungen normal und nicht besorgniserregend seien,  hatte ich dann auch nicht mehr diese Ängste und konnte damit umgehen. Vor  einigen Tagen hatte ich dann wieder einen extremen Anfall, und zwar wieder  nach einem Abendessen. Nach 2 Tagen überwiegend permanenter Extrasystolen  nach ca. 4 normalen Schlägen gingen die Beschwerden dann zurück. Danach  wieder 2-3 Tage beschwerdefrei, jetzt wieder Beschwerden über Tag und Nacht  permanent.  Meine Frage: ist es normal, dass die Rhythmusstörungen zeitweise ganz  abklingen, um dann plötzlich wieder für mehrere Tagen aufzutreten. Ich habe  dabei auch schnellen Puls, Husten und Hitzewallungen und leichte  Atembeschwerden, natürlich auch Angstgefühle, da das Herz bis in den "Hals  schlägt". Für alle Fälle, sollte es besonders stark auftreten, habe ich  das Medikament Metoprolol-ratiopharm 50 verschrieben bekommen. Ich habe  dieses allerdings bisher noch nicht genommen, da als Nebenwirkung die  Rhythmusstörungen noch verstärkt werden können ??! Kann ich irgendetwas  tun, um die Beschwerden abzumildern? Wie kann es sein, das diese  Beschwerden quasi aus heiterem Himmel gekommen sind??  (keine Risikofaktoren vorhanden: Rauchen vor 2 Jahren aufgegeben, gesunde  Ernährung, sportliche Betätigung) Habe ich Aussicht, dass die Beschwerden  von allein wieder aufhören?? Kann ich unbedenklich das verschriebene  Medikament nehmen, sollte es mal sehr schlimm sein?? 

Der Cardiologe: 
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. M. Kuklinski, Aalen, beantwortet

Herzrhythmusstörungen der beschriebenen Art treten auch bei Menschen auf, die "herzgesund" sind. Sie sind dann als völlig ungefährlich anzusehen. Das Auftreten in Ruhe ist typisch, bei Belastung verschwinden sie. Leider geht aus Ihrem Text nicht der genaue Befund hervor (wieviele Extrasystolen? immer nur einzelne oder auch mehrere hintereinander?). Ist auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) gemacht worden? Wenn auch diese unauffällig und immer nur einzelne Extrasystolen auftreten handelt es sich um einen harmlosen Befund. Meist ist die Beeinträchtigung im Wissen hierum schon weniger. Die Einnahme von Metoprolol kann hilfreich sein, diese Art der Rhythmusstörung wird in der Regel nicht schlechter, sondern besser. Meist ist aber eine medikamentöse Behandlung nicht notwendig, weil die Rhythmusstörungen völlig harmlos sind und auch wieder von selbst vergehen können, wie sie gekommen sind (ohne daß man weiß warum). Die meisten Menschen haben immer wieder Rhythmusstörungen, die kommen und gehen können. 

Vorhofflimmern 
15.02.2001

Ich wurde bereits 3 x cardiovertiert. Ist es nicht möglich bei dieser Form des Vorhoffflimmerns einen Schrittmacher einzusetzen. Meine Ärzte meinen nein.

Der Cardiologe: 
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Die Schrittmachertherapie des Vorhofflimmerns befindet sich am Anfang. Man kann  heute noch nicht endgültig sagen, ob das Vorhofflimmern damit wirklich effektiv  behandelt werden kann. Es gibt mittlerweile jedoch schon einige Firmen, die  solche Systeme anbieten, und die auch Erfolge vorzeigen können.  Sollten Sie jedoch durch das Vorhofflimmern stark beeinträchtigt sein und eine  medikamentöse Therapie den Rhythmus nicht stabilisieren können, so sollten Sie  das Thema noch einmal mit Ihrem Kardiologen besprechen; denn in solchen Fällen  sind ja durchaus auch Methoden angezeigt, die noch nicht allgemein etabliert  sind.

Extrasystolen und Sport
14.02.2001

Heute habe ich zufällig im Fernsehen in einer Gesundheitssendung mitbekommen, daß es lebensgefährlich sei mit Extrasystolen, Sport zu treiben. In der Sendung ging es um Herz und Sport. Nun meine Frage: vor etwa 5 Monaten suchte ich meinen Hausarzt auf wegen Extrasystolen, da ich sehr viel Sport treibe( Fahrrad fahren, laufen ein wenig Krafttraining), er schickte mich darauf zum Kardiologen. Dieser führte folgende Untersuchungen durch: 2 mal Ultraschall jeweils gut 2 mal normale Ekg ebenfalls ohne Befund Blutuntersuchung auch O.K. 2 mal Belastungs- Ekg mit bis 325 Watt Leistung Blutdruck und Ekg in Ordung zum Schluß mußte ich noch 2 Langzeit Ekg über mich ergehen lassen. Beim ersten wurden 9 Extrasystolen festgestellt und beim zweiten 33 Extrasystolen, diese wären aber "gutartig". Daraufhin bescheinigte mir der Kardiologe eine gute Herzgesundheit und ich sei für mein Alter excellent belastbar ( 31 Jahre , 176 cm Größe und ca 78 kg Gewicht) ebenfalls sagte er ich könnte beruhigt weiter Sport treiben. Warum sagt jetzt ein anderer Arzt es sei lebensgefährlich mit Extrasystolen Sport zu treiben??? Was soll ich jetzt machen ??? Meine Risikofaktoren: 5-6 mal die Woche 1-2 Gläser Wein 1-2 mal im Monat ein Zigarillo

Der Cardiologe: 

Einzelne Extrasystolen sind in der Regel harmlos, falls eine zugrundeliegende Herzkrankheit ausgeschlossen wurde. Sie sollten sich somit nach dem o.k. Ihres Kardiologen keine weiteren Ängste bereiten.

Herzaussetzer 
14.02.2001

Hallo! Bin 31jahre alt und habe seid ungefähr 15 Monaten Herzaussetzteer. War  deswegen schon bei mehreren Ärzten, am Anfang wurde beim Langzeit-Ekg nie was  festgestellt, was heute kein Problem mehr ist. Mein letzter Kardiologe hat mich  gefragt, ob ich deswegen zu ihm gekommen bin und hat aber dann doch ein 24 Stunden Ekg gemacht, darauf ist zu erkennen, dass meine Herzkurve einmal höher ausschlägt und dann eine Pause macht. Er sagte dann nur es wäre nicht schlimm  und ich konnte wieder gehen. Er hat mich aber nicht beruhigt mit seiner  Diagnose und ich habe jeden Tag panische Angst davor. Habe auch manchmal das Gefühl, keine Luft zu bekommen, obwohl ich weiter Atme immer wenn die Aussetzer  ganz schlimm sind. Werde in den nächsten Tagen an der Hand operiert und habe  schon panische Angst, wie sich wohl die Betäubung auf meine Aussetzer  auswirkt. Weiß nicht mehr weiter! Bitte geben sie mir antwort!

Der Cardiologe: 

Wenn mehrere Kardiologen eine bedeutsame den Rhythmusstörungen zugrundeliegende  Herzkrankheit ausgeschlossen haben, sollten Sie die Arrhythmie ebenso vor Ihrem  geistigen Auge zunächst ad acta legen: Versuchen Sie die Rhythmusstörungen  gelassener zu sehen unter dem Aspekt, dass keine Sie gefährdenden Arrhythmien  dabei sind. Eine Hand-OP mit lokaler Betäubung dürfte hierbei kein erhöhtes  Risiko für Sie bedeuten. Rhythmusstörungen dieser Art sind sehr häufig - und  häufig auch sehr belästigend. Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen in unserem  neuen Diskussionsforum! 
Letzte Aktualisierung dieser Seite am 24.08.05