zur Startseite Patientenfragen
Klappenerkrankungen
 

 

Bitte beachten Sie: 
Diese Ratschläge gelten keinesfalls als endgültige Medikation. Sie sollen für Sie außer allgemeiner Information nur einen Anhaltspunkt bieten, wann Sie sich spätestens an Ihren Hausarzt bzw. Kardiologen wenden sollten!

Aortenklappen-
insuffizienz

01.06.2001

Ich bin über die Suchmaschine auf Ihre Website gekommen und gratuliere erst mal zu der tollen Aufbereitung und dem guten Informationsangebot.  Nun habe ich auch noch ein paar konkrete Fragen und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können: 

Meine Frau hat seit Ihrer frühen Kindheit eine Aortenklappeninsuffizienz, die bis dato immer mit Grad 1-2 beschrieben wurde. Vor einem Jahr war die Geburt ihres ersten Kindes und nun bei einer Routineuntersuchung stellte man fest, dass sich das Herz schon etwas vergrößert hat und sich der Grad der Erkrankung auf Grad 2 verschlechtert hat. Als Therapie wurden Ihr nun vorerst ACE-Hemmer (Mepril) verschrieben, die die weitere Verschlechterung hinauszögern sollen. Wir haben uns nun beim Arzt selbst und im Internet umfassend informiert, es sind jedoch noch viele Fragen und Sorgen offen. 

  • 1. Der Arzt meinte, dass mit einem Klappenersatz in absehbarer Zeit (5 bis 15 Jahre) zu rechnen sei. Wenn ich dazu die Haltbarkeit einer Kunststoff/Metall-Klappe (max. 20 Jahre) addiere bedeutet dies eine Lebenserwartung von nur noch 25 bis 35 Jahren. Meine Frau ist aber erst 28 und wir machen uns deshalb große Sorgen. -
  • Gibt es für junge Menschen auch noch andere Therapiemöglichkeiten? 
  • Kann man die Herzklappe öfters operieren und somit die Lebensdauer verlängern?
  • Mit welchen wissenschaftlichen Fortschritten ist in dieser Zeitspanne zu rechnen - gäbe es z.B. die Möglichkeit einer Herztransplantation wenn eine neuerliche Klappenoperation aufgrund der Vernarbung des Herzens nicht mehr möglich ist? 
  • Die Ursache der Verschlechterung des Erkrankungsgrades meiner Frau ist nicht eindeutig auf die Schwangerschaft zurückführbar - leider hatten wir keinen genauen Befund vorher-nachher. Wir möchten eventuell in ein bis zwei Jahren ein zweites Kind. Wie beurteilen Sie das Risiko einer weiteren Verschlechterung durch eine zweite Schwangerschaft (würde nämlich auch bedeuten, dass die ACE-Hemmer ein Jahr lang ausgesetzt werden müssen!) 
  • 3. Aufgrund des Alters meiner Frau bedeutet die medikamentöse Therapie vielleicht über 30 Jahre dauernde tägliche Einnahme von ACE-Hemmern. Mit welchen Organschäden aufgrund von Nebenwirkungen ist dabei zu rechnen (Niere?)?
  • Gibt es Alternativen? 
  • 4. Wie groß ist das Risiko einer Herzklappenoperation und mit welchen Einschränkungen der Lebensqualität muss man danach rechnen?

Der Cardiologe:
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Lassen Sie mich auf Ihren umfangreichen Fragenkatalog wie folgt antworten. Sollte irgendwann tatsächlich ein Klappenersatz notwendig werden, so sollten Sie davor keine Angst haben; die von Ihnen genannten Klappenlebensdauern sind Mittelwerte, wobei man über die Lebensdauer der neuen Klappentypen keine exakte Angaben machen kann, weil man sie noch gar nicht so lange beobachten kann, aber es ist davon auszugehen, dass sie eher deutlich länger halten. Außerdem kann eine Kunstklappe natürlich auch erneut gewechselt werden, wenn notwendig sogar mehrfach. Über eine Herztransplantation braucht man in diesem Zusammenhang nicht zu denken. Es gibt für spezielle Problemstellungen für junge Leute auch andere Möglichkeiten, als eine Kunstklappe zu implantieren, diese Verfahren sind jedoch nicht überall verfügbar und deshalb speziellen Problemstellungen vorbehalten. Über das Risiko einer erneuten Schwangerschaft kann jetzt noch nicht spekuliert werden, es sollte abgewartet werden, ob sich die Herzgröße unter dem ACE-Hemmer wieder zurückbildet, oder ob die Größe sogar weiter zunimmt. Eine Dauermedikation mit ACE-Hemmern ist bei vielen Krankheiten möglich und in der Regel ohne Probleme möglich. Bei der vorliegenden Indikation gibt es keine echte Alternative zu ACE-Hemmern. Die Nieren werden durch die ACE-Hemmer sogar zusätzlich geschützt. Das Risiko einer Klappenoperation hängt von so vielen Faktoren ab, dass eine pauschale Antwort dazu nicht möglich ist. Ich hoffe, daß ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Mitralklappen-
rekonstruktion 

01.06.2001

Mitralklappenrekonstruktion - jetzt 2.Operation mit Ersatz  
Am 27.09.2000 wurde meine Mitralklappe "mit fakt. gutem Ergebnis" rekonstruiert. Bis Anfang / Mitte März ging es mir gut, ich habe stetig versucht, meine Leistungsfähigkeit ( auch sportlich) wieder zu erreichen.   Anfang April wurde wieder eine Vorhofvergrößerung festgestellt mit einhergehenden Rhythmusstörungen, am 30.4.2001 wurde eine erneute Mitralklappeninsuffizienz III - IV diagnostiziert mit der Empfehlung einer schnellstmöglichen Ersatzoperation.   Ich bin 47 Jahre alt und relativ sportlich. Die Diagnose hat mich total deprimiert, ich bin vollkommen ratlos. Ursache für die Insuffizienz ist unbekannt. Der Rückfluss ist nicht an der Wand, sondern zentral. Im seinerzeitigen Operationsbericht wurde über eine Gewebeschwäche und "Barlow-Syndrom" gesprochen.   Eine weitere Operation nach 7 Monaten mit ein einhergehender Klappenersatz macht mir große psychische Probleme. Die erste Operation habe ich mit "sehr viel Optimismus und Elan" hinter mich gebracht, es stand die Aussicht auf die Fortführung eines normalen Lebens mit einhergehender gesteigerter Leistungsfähigkeit.   Und nun? Können Sie mir folgende Fragen beantworten: -Ursachenforschung: Der Grund für die erneute Klappeninsuffizienz ist m.A. sehr wichtig. Wer kann dies erkennen und wie? Es gibt meines Wissen neue 3-D-Echos und neue Möglichkeiten via Kernspintomografie. Welche Zentren sind hier auf dem neuesten Stand? -Gibt es bei einer rekonstruierten Klappe Chancen, eine erneute Operation zu vermeiden und die Klappe zu erhalten? - Bitte nennen Sie mir auch Namen von renommierten kardiologischen Zentren und Spezialisten, die ich kontaktieren kann. Ich habe das Gefühl einer großen Ratlosigkeit um mich herum. - Ich habe kurz nach der Operation erfahren, daß es inzwischen "schonendere Methoden herzchirurgischer Eingriffe" gibt. Gilt das außer für die Bypass-Operationen auch für die Klappenoperationen? Wo kann ich mich kundig machen, wer führt so etwas durch? - Gibt es bei der vermuteten Gewebeschwäche und Barlow-Syndrom nach Mitralklappenrekonstruktionen Möglichkeiten, erneut auftretende Insuffizienzen "schonend" therapieren? 

Der Cardiologe:

Manchmal werden die rekonstruierten Klappen nicht sehr dicht, dieses Problem ist bekannt und darf Sie nicht deprimieren. In der Beurteilung der Mitralklappenfunktion nach Ersatz (haben Sie jetzt eine Kunstklappe oder ist die Klappe erneut rekonstruiert worden ?) ist das transösophageale Echo sicher sehr gut. Ein Mitralklappenersatz ohne Sternotomie ist m. Wissens heute keine echte Alternative. Ich würde, wenn eine Rekonstruktion ohne Erfolg verlaufen ist und - was anzunehmen ist - lege artis von einem erfahrenen Operateur durchgeführt wurde, bei erforderlicher Zweit-OP eine Kunstklappe wählen. Diese hält bei guter Pflege (Stichwort: Endokarditisprophylaxe, Quickwert-Selbstbestimmung) lebenslang mit in der Regel gutem Ergebnis. Ggf. sollten Sie sich an das Oeynhausener Herzzentrum NRW, Abteilung Prof. Körfer, wenden.

Aortenklappeninsuffizienz
28.02.2001

Ich bin über die Suchmaschine auf Ihre Website gekommen und gratuliere erst mal zu der tollen Aufbereitung und dem guten Informationsangebot. Nun habe ich auch noch ein paar konkrete Fragen und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können: 

Meine Frau hat seit Ihrer frühen Kindheit eine Aortenklappeninsuffizienz, die bis dato immer mit Grad 1-2 beschrieben wurde. Vor einem Jahr war die Geburt ihres ersten Kindes und nun bei einer Routineuntersuchung stellte man fest, dass sich das Herz schon etwas vergrößert hat und sich der Grad der Erkrankung auf Grad 2 verschlechtert hat. Als Therapie wurden Ihr nun vorerst ACE-Hemmer (Mepril) verschrieben, die die weitere Verschlechterung hinauszögern sollen. Wir haben uns nun beim Arzt selbst und im Internet umfassend informiert, es sind jedoch noch viele Fragen und Sorgen offen. 
1. Der Arzt meinte, dass mit einem Klappenersatz in absehbarer Zeit (5 bis 15 Jahre) zu rechnen sei. Wenn ich dazu die Haltbarkeit einer Kunststoff/Metall-Klappe (max. 20 Jahre) addiere bedeutet dies eine Lebenserwartung von nur noch 25 bis 35 Jahren. Meine Frau ist aber erst 28 und wir machen uns deshalb große Sorgen. - Gibt es für junge Menschen auch noch andere Therapiemöglichkeiten? - Kann man die Herzklappe öfters operieren und somit die Lebensdauer verlängern? - Mit welchen wissenschaftlichen Fortschritten ist in dieser Zeitspanne zu rechnen - gäbe es z.B. die Möglichkeit einer Herztransplantation wenn eine neuerliche Klappenoperation aufgrund der Vernarbung des Herzens nicht mehr möglich ist?
 2. Die Ursache der Verschlechterung des Erkrankungsgrades meiner Frau ist nicht eindeutig auf die Schwangerschaft zurückführbar - leider hatten wir keinen genauen Befund vorher-nachher. Wir möchten eventuell in ein bis zwei Jahren ein zweites Kind. Wie beurteilen Sie das Risiko einer weiteren Verschlechterung durch eine zweite Schwangerschaft (würde nämlich auch bedeuten, dass die ACE-Hemmer ein Jahr lang ausgesetzt werden müssen!) 
3. Aufgrund des Alters meiner Frau bedeutet die medikamentöse Therapie vielleicht über 30 Jahre dauernde tägliche Einnahme von ACE-Hemmern. Mit welchen Organschäden aufgrund von Nebenwirkungen ist dabei zu rechnen (Niere?)? Gibt es Alternativen? 
4. Wie groß ist das Risiko einer Herzklappenoperation und mit welchen Einschränkungen der Lebensqualität muss man danach rechnen?

Der Cardiologe:
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Lassen Sie mich auf Ihren umfangreichen Fragenkatalog wie folgt antworten. 

Sollte irgendwann tatsächlich ein Klappenersatz notwendig werden, so sollten Sie davor keine Angst haben; die von Ihnen genannten Klappenlebensdauern sind Mittelwerte, wobei man über die Lebensdauer der neuen Klappentypen keine exakte Angaben machen kann, weil man sie noch gar nicht so lange beobachten kann, aber es ist davon auszugehen, dass sie eher deutlich länger halten. 

Außerdem kann eine Kunstklappe natürlich auch erneut gewechselt werden, wenn notwendig sogar mehrfach. Über eine Herztransplantation braucht man in diesem Zusammenhang nicht zu denken. Es gibt für spezielle Problemstellungen für junge Leute auch andere Möglichkeiten, als eine Kunstklappe zu implantieren, diese Verfahren sind jedoch nicht überall verfügbar und deshalb speziellen Problemstellungen vorbehalten.

Über das Risiko einer erneuten Schwangerschaft kann jetzt noch nicht spekuliert werden, es sollte abgewartet werden, ob sich die Herzgröße unter dem ACE-Hemmer wieder zurückbildet, oder ob die Größe sogar weiter zunimmt. 

Eine Dauermedikation mit ACE-Hemmern ist bei vielen Krankheiten möglich und in der Regel ohne Probleme möglich. Bei der vorliegenden Indikation gibt es keine echte Alternative zu ACE-Hemmern. Die Nieren werden durch die ACE-Hemmer sogar zusätzlich geschützt. Das Risiko einer Klappenoperation hängt von so vielen Faktoren ab, daß eine pauschale Antwort dazu nicht möglich ist. Ich hoffe, daß ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Mitralklappenprolaps und Gerätetauchen
15.02.2001

Bei einer Check-up-Untersuchung, die von einer Internistin und Kardiologin durchgeführt wurde, wurde ein kleiner MKP diagnostiziert. Beschwerden äußerten sich seit ca. einem Jahr, erstmalig bei bzw. nach starken Erkältungen mit Bronchitis oder Pharyngitis in Form von leichten Herzstichen und einer sog. Sperre beim Einatmen. Neuerdings aber auch ohne begleitende Erkältungen. Mit wurde mitgeteilt, dass dies ein Zufallsbefund sei und fast jeder dritte Mensch diesen Befund hätte, davon aber nicht wisse. Zu beachten hätte ich nichts Besonderes. Nur bei einem sehr ausgeprägten Befund müsse man z.B. vor größeren OP's Antibiotika nehmen. Beim Ultraschall wurde mir jedoch eine winzige Stelle gezeigt, an der die Klappe nicht schließt, also ein MKP mit Insuffizienz. Muss ich nun doch bei Infekte erhöht aufmerksam sein, oder kommt es auch hier auf den Grad der Insuffizienz an?? Sie selber schreiben, dass Sport weiterhin betrieben werden kann. Auch meine Ärztin gab mit keinerlei Einschränkungen vor, wies lediglich auf eine mögliche früher eintretende Erschöpfung hin. Gilt dies auch für die Ausübung des Gerätetauchens? Ich erhielt hierfür zwar grünes Licht mit einem entsprechenden Diagnoseeintrag in meinem Taucherpass, würde aber hierzu auch gerne Ihre Meinung hören! Außerdem wüsste ich gerne, wieso Beschwerden sich erst seit ca. 1-2 Jahren andeuten, obwohl lt. Ärztin diese Diagnose durchaus bereits seit der Pubertät (ich bin jetzt 39J.) bestehen kann.  

Der Cardiologe:
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Wie Sie schon wissen ist ein Mitralklappenprolaps eine bei jungen Leuten häufiger festzustellende Klappenveränderung. Diese kann zu verschiedenen Beschwerden führen, die jedoch nichts aussagen über die "Gefährlichkeit" des Befundes. Wie schon geschehen, sollte durch eine Echokardiographie geklärt werden, ob eine begleitende Insuffizienz vorliegt. Bei einer Insuffizienz sollte immer eine Endokarditisprophylaxe betrieben werde, wobei die Richtlinien sich nicht auf den Grad der Insuffizienz beziehen. Allerdings ist es so, daß jede Klappe eine geringe, sogenannte physiologische, Insuffizienz hat, die mit den modernen Geräten als kleiner "Farbklecks" zu sehen ist. Sie sollten mit Ihrer Ärztin sprechen, ob Sie das gesehen haben. Zu dem zweiten Thema ist zu sagen, daß Sport prinzipiell unproblematisch ist, wenn es dabei nicht zu Rhythmusstörungen kommt, so daß evtl. ein LZ-EKG und Belastungs-EKG angezeigt wären. Spezielle Verhaltensrichtlinien zum Tauchsport sind mir nicht bekannt. Zuletzt noch zu der Frage, warum bei einer angeborenen Veränderung jetzt erst Beschwerden auftreten. Hier bleibt zu klären, ob die Beschwerden wirklich durch en Mitralklappenprolaps bedingt sind, oder eine andere Ursache (Rippen, Wirbelsäule) haben.

Mitralklappenprolaps und Erkältung
15.02.2001

Bei mir, männlich, 33 Jahre alt, 196cm, 73kg  wurde im April 1999 bei einem Kardiologen  ein Mitralklappenprolaps ohne hömodynamische Relevanz festgestellt.  Meine Symptome damals: gelegentliche Herzrhythmusstörungen.  Therapievorschlag: ----  Keine Notwendigkeit, da müsste ich mit leben.   Seit 2 Wochen etwa habe ich die Rhythmusstörungen  häufiger über den Tag verteilt, nachts habe ich Schlafstörungen &  Rhythmusstörungen, dadurch Angst, und dadurch baut sich das auf.   Mit den gelegentlichen Rhythmusstörungen könnte ich ja leben,  nur im Moment ist es doch stärker geworden und nachts  hatte ich eigentlich auch nie Probleme.   Hab in den letzten Wochen 2 Erkältungskrankheiten durchlebt,  nichts schlimmes, ohne Fieber.  Kann das eine Rolle spielen?   Muss ich mir über diese Veränderungen (Häufigkeit & nachts)  Sorgen machen?   Kann man denn nichts dagegen unternehmen?  Magnesium, Baldrian, Johanniskraut????   Es lebt sich nicht sehr einfach damit,  Angst bestimmt mittlerweile mein Leben,  man kehrt immer mehr in sich.   Das ist gar nicht gut, mit einer Ehefrau und zwei Kindern.   Bitte geben Sie mir einen Rat.  In der Sprechstunde beim Kardiologen fehlt doch die Zeit.   

Der Cardiologe:
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Wie Sie an den übrigen Fragen in diesem Forum ersehen können, ist der Mitralklappenprolaps weit verbreitet und äußert sich oft mit Rhythmusstörungen, die unabhängig vom Gefährdungspotenzial als beängstigend erlebt werden können. Wenn eine hämodynamische Relevanz, wie in Ihrem Falle, ausgeschlossen ist, sind spezifische Maßnahmen nicht erforderlich. Es ist auch nicht unbedingt der Mitralklappenprolaps, der Ihnen jetzt die geschilderten Beschwerden bereitet, da eine "Erkältung" ohne Fieber wohl keine Klappenveränderungen bewirkt. Aber vielleicht ist durch die Erkrankungen auch Ihr Mineralstoffhaushalt durcheinander geraten, oder sind Sie durch die Feiertage besonders belastet gewesen, so daß ich Ihnen empfehlen würde zweigleisig vorzugehen. Einmal würde ich erneut Abklären lassen (z.B. mittels LZ-EKG) um welche Störungen es sich handelt, auch um Ihnen wieder Sicherheit zu geben, daß alles im grünen Bereich ist. Zum andern wäre gegen die Einnahme eines Magnesiumpräparates sicherlich nichts einzuwenden. 

Endokarditisprophylaxe 
14.02.2001

Wegen eines Klappenfehlers muss ich vor Zahnarztoperation zur Endokarditisprophylaxe 1 Penicillin einnehmen. Meine Frage, kann auch nach der Op. (Der operierte Bereich hat sich entzündet)  noch eine Endokarditis oder Myokarditis entstehen. 

 

Der Cardiologe:

Endokarditis Ja - falls eine bakterielle Entzündung besteht, sollten Sie das Antibiotikum bis  zur Abheilung weiter einnehmen

Aortenklappenersatz 
26.01.2001

Suche Rat! Mein Vater wird am Montag operiert 
Am 29.01. soll mein Vater operiert werden: Vorgang: Aorten-Klappe muss ersetzt werden. Ich habe im Internet auf Ihrer Seite schon hilfreiche Info gefunden. Unter anderem hieß es, man solle vorher noch Eigenblut abnehmen, um bei Blutkonserven einer Infektion vorzubeugen. Meine Frage: Mein Vater kollabierte in den letzten zwei Wochen jedoch zweimal. kann man ihm trotzdem Blut abnehmen oder ist das zu risikoreich? kann ich als Sohn auch Blut spenden oder ist das zu kurzfristig? Bitte, bitte geben Sie mir so schnell wie möglich Bescheid, da es nur noch wenige Tage bis zur Operation sind und ich mir große Sorgen mache und zwei Ärzte, die mein Vater befragte unterschiedlicher Meinung waren. Haben Sie außerdem speziell zu dieser Operation noch Infos für mich?!

Der Cardiologe:

Sie haben Recht. Es gibt Gegenanzeigen (Kontraindikationen) gegen die Eigenblutspende, typischerweise gehört die Aortenstenose (und die instabile Angina pectoris) dazu. Ihr Vater sollte also kein Eigenblut spenden. Eine Spende von Familienangehörigen wird von vielen Blutbanken wegen des wohl großen Aufwandes bei der Austestung abgelehnt, trotzdem sollten Sie mit der Blutbank sprechen. In der Regel braucht ein Patient nur für einen Aortenklappenersatz jedoch keine Fremdblutbestandteile, da die Blutungen bei der (relativ kleinen) Operation häufig nur gering sind. Sehen Sie sich doch mal die verkalkten http://www.cardiologe.de/Herzkino/kuh_pst_4cv_ake.html  http://www.cardiologe.de/Herzkino/nob_2d_c_as.html  und die ersetzte Klappen http://www.cardiologe.de/Herzkino/kuh_pst_4cv_ake.html  (hier: Bioprothese) im Film an. Die Operation ist heute Routine und wird sicher gut gehen - beste Wünsche aus Bad Oeynhausen. 
 
Letzte Aktualisierung dieser Seite am 24.08.05