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Grenzwertige Herzschwäche - kann eine Schwangerschaft schaden?
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Ich, weiblich, 33 Jahre, habe seit etwa 3,5 Jahren eine Angsterkrankung mit Herzneurose. Diese wird bereits behandelt. Nun habe ich leider dadurch 30 Kilo zugenommen und wiege bei einer Größe von 1,65 satte 90 Kilo. Nachdem ich in letzter Zeit unter hohem Blutdruck litt, bin ich zum Arzt, der mir ACE-Hemmer verschrieb (2.5mg/wirkt gut). Zur Sicherheit wurde ich zum Kardiologen überwiesen, der ein Ruhe-EKG und ein Herzultraschall durchführte (Belastungs-EKG folgt). Dabei kam heraus, dass ich unter einer grenzwertigen, also minimalen Herzmuskelschwäche leide (erblich bedingt, sowohl Vater als auch Großmutter Herzinsuffizienz und vergrößertes Herz). Natürlich muss ich nun mein Übergewicht loswerden und Sport treiben. Allerdings weiß ich nicht, in wieweit ich mich belasten darf. Zur Zeit betreibe ich ca. 3-4 pro Woche eine 1/2 Stunde Nordic-Walking: Ist das okay oder zuviel? Ich habe seit 3 Tagen Medikamente gegen Herzneurose ausgetauscht. Nun habe ich teilweise einen Ruhepuls von 56-60. Bei körperlicher Betätigung und Sport achte ich darauf, dass mein Puls nie über 140 geht. Ist das okay? |
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Der Cardiologe:
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Die Bewegung ist natürlich bei Ihrer Problematik extrem wichtig und sollte bei den geschilderten Befunden auch problemlos möglich sein, wobei tägliches Training wichtig ist. Zur Sicherheit würde ich mich wenigstens jährlich beim Kardiologen untersuchen lassen. Eine minimale Einschränkung der Herzfunktion sollte kein Problem bei der gewünschten Schwangerschaft sein. |
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Herzinsuffizienz
und Sport
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Schwimmen ist meines Wissens nach (Aussagen der Ärzte des Katharinen-Hospitals in Unna) bei einem dilatierten Herzen grundverkehrt, weil aufgrund des Wasserauftriebes die Dilatation voranschreiten kann - nach erfolgter Kompenstion und Verkleinerung mag Schwimmen eine angemessene Therapieform sein. | |||
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Der Cardiologe: Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. M. Kuklinski, Aalen, beantwortet
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Es ist in der Tat so, daß durch den Wasserdruck der Rückstrom von Blut zum Herzen zunimmt und damit das Herz belastet. Aus diesem Grunde wird vom Schwimmen bei Herzschwäche (bis zur Wiederherstelleung nicht nur des Wohlbefindens, sondern auch der Pumpfunktion) abgeraten. | |||
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Gerne
hätte ich mehr Informationen über die Herzkammern, respektive was passiert und was für Heilungsmöglichkeiten es gibt, wenn einen Herzkammer nicht mehr richtig funktioniert. |
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Der Cardiologe:
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Bitte, sehen Sie hierzu in unserem Web unter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) nach. Bei Ausfall von Teilen einer Herzkammer etwa infolge eines Herzinfarktes oder einer Herzentzündung wird der Kreislauf in der Regel zunächst medikamentös stabilisiert. Wichtige Substanzen sind ACE-Hemmer, Betablocker, aber auch Diuretika (Wassermittel) und Digitalis.Wichtig ist auch die optimale Einstellung von Körpergewicht, Blutdruck und Herzfrequenz. Ein chirurgisches Vorgehen kommt nur in Extremfällen in Betracht, etwa bei einem Aneurysma (Aussackung im Herzmuskel als Folge eines Infarktes mit Narbe und Verschwielung). Hier wird das Aneurysma gerafft und übernäht, um eine kleinere und aktivere Herzkammer zu erreichen, die Pumpfunktion hierdurch günstiger zu gestalten. Im Einzelfall sollte eine gründliche Untersuchung beim Kardiologen Grundlage für die Therapie sein. Die Schlüsseluntersuchung hierzu ist m.E. die Echokardiographie. Sehen Sie sich doch ein paar unserer Echofilme zur Herzschwäche und zum Infarkt an, die Bilder sind manchmal beim Vergleich mit dem normalen Herzen sehr eindrucksvoll. | |||
| Letzte Aktualisierung dieser Seite am 23.08.06 | ||||